Inhaltsübersicht
Inhalt - 1 Das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg - 2 Leitbild - 3 Zusammenarbeit Schüler - Lehrer - 4 Schulleben
5 Qualifikation von Lehrerinnen u. Lehrern - 6 Öffnung der Schule - 7 Die Bildungsgänge des ESBK im Einzelnen
Inhalt Teilzeitschulische Bildungsgänge
7.2.1 Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel - 7.2.2 Bürokauffrau/Bürokaufmann - 7.2.3 Industriekauffrau/Industriekaufmann
7.2.4 Informationstechnologie - 7.2.5 Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r - 7.2.6 Steuerfachangestellte/r
7.2.7 Groß- und Außenhandelskauffrau/-kaufmann - 7.2.8 Verwaltungsfachangestellte/r
7.2.9 Medizinische/r Fachangestellte/r - 7.2.10 Bankkauffrau/-kaufmann - 7.2.11 Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r
7.2 Teilzeitschulische Bildungsgänge
7.2.9 Medizinische/r Fachangestellte/r
Profil des Bildungsgangs
Ziel des Bildungsgangs ist es, den Auszubildenden während ihrer dreijährigen Ausbildungszeit in der Schule und in den Praxen Fachkompetenzen im Medizin- und Verwaltungsbereich zu vermitteln, die sie befähigen, ihre Beruftätigkeit in Arztpraxen und in verwandten Berufen auszuüben. Zudem wird auf eine Stärkung der Sozial- und Handlungskompetenz hingearbeitet, da Arzthelferinnen im Team, aber auch selbstständig verantwortlich tätig sein müssen.
Diese anspruchsvolle Aufgabe verlangt zum einen von den Auszubildenden, dass sie ihre Fähigkeit verbessern, die unterschiedlichsten Ausnahmesituationen kranker Menschen angemessen bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen und teamorientiert und teamfördernd zu arbeiten. Zum anderen ist die Bereitschaft auszubilden, sich fortwährend weiterzubilden, um die neuen Erkenntnisse und Möglichkeiten in der Medizin und der Verwaltung verstehen und in ihre Arbeit einbeziehen zu können. Denn nur so werden ihre Einsatzmöglichkeiten in qualifizierten beruflichen Tätigkeiten dauerhaft gesichert werden.
Eine wichtige Aufgabe der schulischen Ausbildung ist es auch, praxisbedingte Einseitigkeiten auszugleichen, so dass die ausgebildete Arzthelferin grundsätzlich in jeder Arztpraxis arbeiten kann. Zur Förderung dieser Flexibilität eignen sich besonders die Fächer Medizinische Fachkunde, Laborwesen und Abrechnung, die Fachwissen mit praktischer Anwendung verbinden. Da es in Zukunft noch wichtiger werden wird, eine Arztpraxis auch wirtschaftlich zu führen, erhält die kaufmännische Ausbildung einschließlich der Praxisorganisation ein stärkeres Gewicht. Damit wird die Arzthelferin nach ihrer Ausbildung auch in die Lage versetzt, in verwandten Berufen des Gesundheitswesens zu arbeiten.
Uns ist es ein besonderes Anliegen, dass die Auszubildenden die Bedeutung der schulischen Ausbildung hoch einschätzen. Sie sollen nicht nur die Vermittlung der berufsspezifischen Kenntnisse und Fähigkeiten positiv bewerten, sondern auch die Lerninhalte und Methoden der berufsübergreifenden Fächer als wichtig für die Entwicklung ihrer Sozial- und Handlungskompetenz erfahren. Das Erreichen dieses Zieles soll durch die Anknüpfung an berufliche und private Handlungssituationen sichergestellt werden. Eine höhere Wertschätzung des Berufsschulunterrichts führt auch dazu, dass ausbildende Ärzte selten Anträge auf Unterrichtsfreistellung stellen, wenn personelle Engpässe in der Praxis entstehen.
Bisherige Entwicklungen und Ziele
Der Ausbildungsberuf Arzthelfer/innen wird nach der Lernfeldkonzeption neu geordnet. Um die Handlungskompetenz der Schülerinnen zu erweitern, werden aus berufstypischen Vorgängen schulische Lernsituationen entwickelt und bearbeitet. Hierdurch werden die Schülerinnen besser auf die praktische Abschlussprüfung vorbereitet. Dieser zeitaufwändige Unterricht bedingt auch, dass eine „Entrümpelung“ der Lehrpläne“ erfolgen muss. So sind z.B. der Stellenwert der Buchführung und die Gewichtung der Anatomie neu zu bestimmen. Die Arbeit im Bildungsgang wird in den nächsten Jahren von der Umsetzung des neuen Lehrplans „Medizinische Fachangestellte“ bestimmt werden. Die Umstellung auf Lernfelder erfordert eine stärkere Prägung des Unterrichts durch Lernsituationen. So wird, sobald der neue Plan vorliegt, aus ihm eine didaktische Jahresplanung zunächst für die Unterstufe entwickelt werden. Durch die Vorstellung der Ergebnisse auf Regionalkonferenzen wird ein Vergleich mit anderen Bildungsgangteams möglich, der Anregungen für die eigene Weiterarbeit bietet.
Zur Unterstützung eines zeitgemäßen Unterrichts soll im Rahmen des Medienentwicklungsplanes eine PC-Ausstattung der Klassenräume erfolgen, die vernetzt und internetfähig ist. Auch herkömmliche Medien sollen ergänzt und aktualisiert werden, der Aufbau einer Fachmediothek geplant. Ein Teil der Ziele konnte bereits umgesetzt werden.
Zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der Auszubildenden soll ein berufbezogenes Kommunikationstraining ebenso angeboten werden eine Übungsreihe zur Konfliktbewältigungen. Insbesondere im Fach Deutsch/Kommunikation werden kommunikative Kompetenzen in Rollenspielen, in denen Konfliktsituationen in der Praxis simuliert werden, trainiert. Die Durchführung von Studienfahrten – auch mit allgemeinbildenden Programmen- soll dies unterstützen.
Mehr Augenmerk soll auch auf die Unterstützung lernschwacher Schülerinnen gelegt werden. Bisher erfolgt die Förderung im Klassenverband, was wegen der Abnahme der Klassenstärken auch realisierbar ist. Zudem ist daran gedacht Arbeitsgemeinschaften für Prüfungsvorbereitungen einzurichten.
Die Lehrerinnen und Lehrer, die im Bildungsgang unterrichten, wollen in ihren Unterricht verstärkt Fachleute einbeziehen. So können die Auszubildenden Informationen aus den Bereichen Arbeitsrecht, Sozialversicherung, Hygiene, Röntgen u. a. von kompetenten Praktikern erhalten. Durch Besuche der Arbeitsschutzausstellung DASA und des Blutspendezentrums in Hagen haben die Schülerinnen Informationen aus externen Quellen beziehen können, die für ihre Beruftätigkeit von unmittelbarer Bedeutung sind.
Die Auszubildenden gestalten im Rahmen von Projektwochen „Gesundheitstage“, an denen sie Themen anbieten, die für die gesamte Schülerschaft von Bedeutung sind. Mögliche Themenbereiche sind z. B.: gesunde Ernährung, Fitness fördernde Freizeitplanung, Verhütung, Süchte und ihre Vermeidung. Die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, mit Selbsthilfegruppen und der Drogenberatungsstelle ist dabei sinnvoll. Am letzten „Tag der offenen Tür“ haben die Schülerinnen sich mit dem Projekt „Ausbildungsberuf Arzthelferin“ den Besuchern präsentiert und für ihren Beruf repräsentativ geworben.
Zugriffe heute: 2 - gesamt: 2124.