Profil des Bildungsganges
Der Bildungsgang Industrie versteht sich als Ausbildungszweig, der in intensiver Zusammenarbeit mit den Partnern des dualen Systems eine qualitativ hochwertige, zukunftsorientierte Ausbildung vermittelt. Diese orientiert sich an konkreten betrieblichen Handlungssituationen und Prozessen.
Die Auszubildenden werden dadurch in die Lage versetzt, den Erfordernissen einer im stetigen Wandel begriffenen Arbeitswelt gerecht zu werden. Leitziele sind somit berufliche Handlungskompetenz in Verbindung mit einer eigenverantwortlichen Persönlichkeitsentwicklung und der Bereitschaft sowie Fähigkeit zum lebenslangen Lernen.
Schwerpunkte der Bildungs- und Erziehungsarbeit
- Der Bildungsgang vermittelt eine fundierte Fachkompetenz auf der Basis der Lehrpläne, der didaktischen Jahresplanung und den Vorgaben der IHK.
- Der Bildungsgang kooperiert sehr eng mit den Ausbildungsbetrieben und unterstützt die unterrichtliche Tätigkeit durch Unterrichtsgänge in die Betriebe, Vortragsreihen von Praktikern und Referate von Experten zu ausgewählten Problemstellungen.
- In der Unter- und Mittelstufe werden Projekte in Form von Tagesfällen gemeinsam mit dem dualen Partner geplant und durchgeführt.
- Auf der Basis einer fundierten Einweisung in die neuen Technologien in der Unterstufe werden die Auszubildenden angeleitet, ihre Computerkenntnisse bei der Lösung komplexer Aufgaben in den Fächern Geschäftsprozesse, Wirtschafts- und Sozialprozesse und Kfm. Steuerung und Kontrolle effektiv zu nutzen und die Ergebnisse professionell zu präsentieren.
- Im Rahmen des eigenständigen Lernens werden die Auszubildenden in die Lage versetzt, sich effektiv Informationen zur Lösung spezieller Probleme zu beschaffen, z.B.: durch zielgerichteten Einsatz des Internets.
- Durch Förderung der Fremdsprachenkompetenz (Kurse mit KMK-Zertifikat) und durch die Behandlung spezieller Themen der Außenwirtschaft erfährt der Unterricht eine Akzentuierung in Richtung Globalisierung.
- Im Differenzierungsbereich wählt der Auszubildende Erweiterungskurse (siehe unten).
- Über die engere berufliche Qualifikation hinaus lernt der Auszubildende, in beruflichen und sonstigen Situationen auch im Team angemessen zu kommunizieren und zu handeln.
- Ein weiterer Schwerpunkt des Bildungsganges Industrie ist die sprachliche Kompetenzentwicklung in den Fremdsprachen Englisch, Französisch und Spanisch. In Wirtschaftsenglisch werden Kurse Angeboten, in denen die Schülerinnen und Schüler durch eine Prüfung am Ende der Kurse das offizielle KMK-Zertifikat für Englisch erwerben können.
- Qualifizierten Schülerinnen und Schülern wird - in Abhängigkeit von den jeweiligen Möglichkeiten ihres Ausbildungsbetriebes - während ihrer Ausbildungszeit ein mehrwöchiges Auslandspraktikum angeboten. Ziel ist neben der sprachlichen Weiterentwicklung die Bewährung im Alltag und die Erfahrung im Umgang mit Tätigkeiten und Problemlösungen ausländischer Unternehmungen.
Differenzierungsbereich (Beispiele)
- Kennzahlenanalyse (Controlling) mit Hilfe von EXCEL
- Börsengeschäfte und Aktienhandel
- Effektive Nutzung des INTERNETS (Der Internet-Führerschein)
- Entwicklung von professionellen Präsentationen (PowerPoint)
- Entwicklung einer Firmenpräsentation im INTERNET (Homepage)
- u. a.
Perspektiven des Bildungsganges
Der Bildungsgang Industrie ist auch im Schuljahr 2008/2009 der größte Berufszweig am Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg. Unterrichtet wird in 17 Klassen mit 2½-jähriger und 3-jähriger Ausbildungszeit (je nach Eingangsqualifikation). Der Unterricht findet überwiegend in Teilzeitform statt.
Mittel- bis langfristig strebt der Bildungsgang Industrie eine mediale Neuorientierung an, die in einem Medienentwicklungsplan ihren Niederschlag findet. In diesem Plan werden perspektivisch die Ausstattung der Klassenräume mit Medien (Notebooks, Vernetzung, Internetzugang, Multifunktionstafeln etc.) beschrieben, um einen guten, richtungsweisenden Unterricht für die Zukunft sicherzustellen.
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