Organisation des Unterrichts am ESBK
Die schulische Ausbildung erfolgt am ESBK in Teilzeitform an zwei Tagen der Woche. In der Regel werden 11-12 Stunden je Woche erteilt. Manche Unterrichtsfächer werden wegen fehlender Fachlehrer gar nicht oder nur im 1. Ausbildungsjahr erteilt.
Fächer und Wochenstundenverteilung am ESBK
| Unterrichtsfächer | Unterstufe | Mittelstufe | Oberstufe |
| Betriebswirtschaftslehre | 2 | 2 | 2 |
| Bürowirtschaft | 2 | 2 | 2 |
| Rechnungswesen | 2 | 3 | 3 |
| Wirtschaftsinformatik | 2 | 1 | 1 |
| Textverarbeitung | 1 | 2 | 1 |
| Politik/Gesellschaftslehre | 1 | 1 | 1 |
| Deutsch/ Kommunikation | 0 | 0 | 0 |
| Religion | 1 | 0 | 0 |
| Sport/Gesundheitsförderung | 1 | 0 | 0 |
| Differenzierungsbereich | (1) | 2 | (1) |
Differenzierungsbereich
Eine Besonderheit am ESBK stellt der Differenzierungsbereich dar. Für Schülerinnen und Schüler mit erheblichen Lernproblemen wird ab dem 2. Halbjahr der Unterstufe ein Stützkurs angeboten, der bei Notwendigkeit bis zur Abschlussprüfung fortgeführt werden kann. Um optimale Förderungsmöglichkeiten zu garantieren, sind in diesen Kursen selten mehr als 10 Teilnehmer.
Daneben hat sich das ESBK jedoch auch zur Aufgabe gesetzt, leistungswillige und -starke Schülerinnen und Schüler zu fördern.
Daher werden für die meisten Schüler(innen) der Berufsschule im 2. Ausbildungsjahr klassen- und bildungsgangübergreifend 80-stündige Kurse angeboten. Hier kann gewählt werden zwischen Englisch (auf verschiedenen Niveaustufen), Spanisch, Französisch, Steuerrecht, Finanzierung und Geldanlage sowie verschiedenen EDV-Kursen. In Englisch wird auf Wunsch die Teilnahme an einer Prüfung für das KMK-Fremdsprachenzertifikat ermöglicht.
Ziele der unterrichtlichen Arbeit
Da der betriebliche Einsatz von Bürokaufleuten so vielfältig ist, ist es das Ziel des Bildungsganges, branchenübergreifende Kenntnisse und Fertigkeiten in handlungsorientierten Unterrichtskonzepten zu vermitteln. Die Auszubildenden sollen umfassende berufliche und personale Kompetenzen erwerben, die ihnen nach der Ausbildung einen weitreichenden Einsatz in den verschiedenen Bereichen der Wirtschaft ermöglichen. Dem Erwerb sogenannter „Schlüsselqualifikationen", wie z.B.:
- Selbständiges Denken
- Problemorientiertes Arbeiten
- Teamfähigkeit
- Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit
kommt daher besondere Bedeutung zu.
Diese Qualifikationen sollen eine Anpassung und Angleichung des erlernten Wissens an neue und sich ständig ändernde Arbeitsbedingungen erleichtern.
Daher bemühen sich die meisten Lehrpersonen um schüleraktivierende Unterrichtsformen. Der Computer spielt dabei eine wichtige Rolle, die Hälfte des Unterrichts findet bereits in modern ausgestatteten Räumen statt. Für die nächste Zukunft ist eine Ausweitung des PC-gestützten Unterrichts über schuleigene oder schülereigene Notebooks geplant. Der Lehrplan NRW für Bürokaufleute ist noch nicht nach Lernfeldern strukturiert. Gleichwohl spielen Lernsituationen im Unterricht auch heute schon eine bedeutsame Rolle.
Berufsschulabschluss
Nach Abschluss der Berufsausbildung erhält der/die Auszubildende, unabhängig vom Ergebnis der Kammerprüfung, ein schulisches Abschlusszeugnis, sofern die Leistungen in den letzten 12 Monaten in höchstens einem Fach mangelhaft waren.
Beim Abbruch der Ausbildung oder mehr als einer mangelhaften Leistung auf dem Schlusszeugnis wird ein Abgangszeugnis erstellt.
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