„Unna Hauptbahnhof - Der Zug endet hier!“

Die Oberprimaner des Eugen-Schmalenbach-Berufskollegs (GO05C und D) haben ein Wochenende im Februar 2008 Berlin einen Besuch abgestattet. Am ersten Abend wurde mit der Linie 100 bzw. 200 „Berlin by night“ betrachtet, bevor ab 00:00 Uhr Busse und U-Bahnen der BVG (dem öffentlichen Verkehrsunternehmen in Berlin) still standen. In den darauf folgenden Tagen konnte Berlin also vorrangig „LAUFEND“ bzw. mit der S-Bahn erkundet werden. Frau Langendorf hatte für den 1. Februar eine Führung im Kanzleramt organisiert. Diese war aufregend, denn während der Führung war die Kanzlerin lediglich eine Etage über den Schülern anzutreffen. Leider bekamen die Schüler sie dann doch nicht persönlich zu Gesicht. Während der Führung war aber die ständige Präsenz des BKA zu spüren, so dass einem fast die Luft zum Atmen blieb. Das politische Wissen der Schüler wurde auf eine harte Probe gestellt, als nach den Kabinettsmitgliedern gefragt wurde und diese am Kabinettstisch „gesetzt“ sowie den Parteien zugeordnet wurden. Die 2-€-Gedenkmünze aus Hamburg wurde an dem Tag eingeführt und diese stand noch im Abbild im Pressebereich. Ein Foto dort wurde dann möglich gemacht.

Nach der Kanzleramtsführung zog die Truppe weiter zum Reichstag. Auch dort hatte Frau Langendorf eine prima Führung organisiert, die ihre Besonderheiten hatte. Es konnten Teile besichtigt und begangen werden, die sonst nicht unbedingt auf dem Rundgang zu sind. z. B. konnte ein Parteiturm „bestürmt“ werden. Der Abschluss in der Kuppel des Reichstages musste natürlich bildlich festgehalten werden. Auf dem Weg zurück zum Hotel haben einige Schülerinnen und Schüler noch die Gunst genutzt und das Holocaust-Mahnmal besichtigt. Nach einer kurzen Verschnaufpause zogen alle zum Essen in die sogenannte „Bierbörse“. Den Besuch hatten zwei Schülerinnen (Rubina Schilling und Viktoria Arndt) selbst organisiert und dort hatten alle die Möglichkeit VWL am praktischen Beispiel zu erfahren.

Der Samstag startete mit einem Besuch in der Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg. Die Berichterstattungen der Führung dort waren für alle doch sehr erdrückend und nach zwei Stunden ging es zu Fuß zurück zum Bahnhof, da die Busse dort zwar fuhren, aber lediglich alle zwei Stunden.

Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung. Einige Schülerinnen und Schüler nutzten die Zeit z. B. um sich ein Fußballbundesligaspiel live vor Ort anzusehen.

Am Sonntag konnte die BVG ohne Einschränkung wieder benutzt werden. Eigentlich! Eine Busfahrt vom Hotel zum Schloss Charlottenburg war ein Katzensprung – nur 6 Stationen. Die vier Schülerinnen, die ein zweites mal das Frühstück verpasst hatten, hatten die Aufgabe erhalten, die Führung durch das Gelände vorzunehmen.
Zurück sollte dann zeitlich am Abreisetag kein Problem werden. Wäre da nur nicht ein Karnevalsumzug am Kudamm gewesen, von dem „KEINER“ etwas mitbekommen hat. Es hieß also wieder „LAUFEN“, da die Unterkunft in der Nähe des Kudamms vorzufinden war. Vom Hotel aus musste dann statt des Busses eine U-Bahn genommen werden, deren Station etwas weiter weg lag. Also wieder LAUFEN. Dieses mal unter erschwerten Bedingungen – mit Gepäck.

Gut in der Zeit erreichten alle den Bahnhof und auch den IC. Allerdings war das Gleis sehr voll, so dass noch längst nicht alle Schüler im Zug waren, aber der Schaffner schon pfiff. Ein Gedränge und Geschiebe der besonderen Art folgte daraufhin.

Endlich! Pause im Zug. In Hamm stiegen dann alle nach 30 Minuten Aufenthalt in den Regionalexpress. Und alle hatten eine Sitzplatz und alle freuten sich nun auf zu Hause. Aber das dicke Ende kam zum Schluss: In Unna Hauptbahnhof war ENDE. Aufgrund von Stellwerkproblemen vor Holzwickede fuhr ab Unna kein Zug mehr weiter. Ein Umsteigen auf Bus in Richtung Schwerte und dann einen Umsteigen in einen Bus nach Köln war angesagt. Wie gut und Dank dafür: Viele Eltern waren sofort bereit, ihre Kinder in Unna abzuholen, so dass die Fahrt dort ein glückliches Ende fand.
Insgesamt also eine prima Berlinfahrt mit kulturellen, politischen und persönlichen Highlights – gestört von BVG-Streiks, Karnevalsumzug und Bahnproblemen.

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